Performance Max

PMax aber keine Impressions? 9 mögliche Gründe und Lösungen

Veröffentlicht 19. März 2024 Aktualisiert 28. Mai 2026 7 Min. Lesezeit
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Deine Performance Max (PMax) Kampagne hat keine oder nur wenige Impressions? Das kann frustrierend sein, vor allem da Google einem wenige Einblicke gibt, was tatsächlich passiert. Aber keine Sorge. Du bist nicht die oder der erste mit diesem Problem.

In diesem Post findest Du die häufigsten Gründe für geringe Impressions bei Performance Max Kampagnen. Dazu zeige ich Dir mögliche Lösungsansätze.

Pragmatischer Erst-Check 2026: Bevor Du die 9 Gründe durchgehst, schau in den Channel Performance Report (PMax → Insights → Channel Performance). Wenn Impressions nur in einem Kanal kommen (z.B. nur Display, kein Shopping), hilft das bei der Ursachen-Eingrenzung:

  • Shopping fehlt: Feed-Probleme oder fehlende Merchant-Center-Verknüpfung
  • Display/YouTube fehlt: Zu kleine Audience-Signale oder zu wenig Video-/Bild-Assets
  • Search-Anteil sehr niedrig: Sehr enge Audience-Signale oder Brand-Exclusion zu breit

Mehr im Artikel PMax Kampagne analysieren.

Hier die 9 Gründe im Überblick:

Bereit? Los geht’s.

1. Probleme mit dem Account

Zunächst solltest Du sicherstellen, dass es keine übergreifenden Probleme mit Deinem Account gibt. Es kann sein, dass Google Deinen Account wegen Verstößen sperrt und daher keine Deiner Anzeigen ausgespielt werden.

Gründe können z.B. Probleme mit der Zahlung oder Verstöße in den Anzeigen gegen die Google Richtlinien sein.

Überprüfe daher zu allererst, ob ein solches Problem vorliegt. Es lohnt sich, in die Notifications innerhalb von Google Ads zu gucken:

2. Brandneue Kampagne oder kürzliche Änderungen

Wenn es sich um eine neue Kampagne handelt, ist der Grund für die ausbleibenden Impressions sehr wahrscheinlich der Review-Prozess von Google. Google selbst erklärt, dass es bis zu 48 Stunden dauern kann, bis neue PMax Anzeigen überprüft und freigegeben werden.

Aber auch nach diesen 2 Tagen kann es sein, dass Deine Kampagne noch etwas eingeschränkt erscheint. Denn mit dem Start einer neuen Kampagne beginnt auch die Lernphase, in der die typische Dauer 2-4 Wochen ist.

Mehr dazu: Performance Max Lernphase.

Kürzliche Kampagnenänderungen

Auch größere Kampagnenänderungen können zur Folge haben, dass der Algorithmus wieder eine neue Lernphase startet und sich die Anzahl der Impressionen reduziert.

Änderungen, die eine neue Lernphase auslösen können (konkrete Schwelle ±20 Prozent Budget):

  • Budget (über ±20 Prozent)
  • Gebotsstrategie
  • Target-CPA/Target-ROAS
  • Sprache und Region
  • URLs oder Placements
  • Markenausschlüsse
  • Pausieren oder Hinzufügen neuer Asset-Gruppen

Wenn Du kürzlich entsprechende Änderungen vorgenommen hast, werden sich die Impressions in den meisten Fällen nach 1-2 Wochen wieder normalisieren.

Vermeide häufige und große Änderungen

Idealerweise solltest Du bereits zum Start einer Kampagne alle Einstellungen vorgenommen haben. Ändere in den ersten 2-4 Wochen am besten gar nichts.

Vermeide zu große Änderungen, gerade beim Budget oder der Gebotsstrategie. Achte darauf, dass Anpassungen immer maximal 20 Prozent auf einmal betragen. Vermeide wöchentliche Änderungen.

Brandneuer Google Ads Account

Hast Du Deinen Google Ads Account gerade erst erstellt? Bei neuen Accounts ist Google besonders vorsichtig. Es kann vorkommen, dass Deine Kampagne in den ersten 2-3 Tagen noch gar nicht ausgespielt wird.

Falls das bei Dir der Fall ist, warte 3 Tage ab. Falls das Problem anhält, ist der Grund vielleicht einer der anderen in diesem Post.

3. Zu aggressiver Ziel-ROAS bzw. Ziel-CPA

Bei PMax Kampagnen hast Du 2 Optionen: Conversions maximieren oder Conversion-Wert maximieren. Zusätzlich kannst Du einen Ziel-CPA oder Ziel-ROAS definieren.

Wenn der festgelegte Ziel-ROAS oder Ziel-CPA zu aggressiv ist, kann das dazu führen, dass der Algorithmus Schwierigkeiten hat, genügend Conversions zu generieren. Die Folge ist, dass er die Ausspielung reduziert.

Tipps für die richtige Verwendung

  • Starte ohne Ziel-CPA bzw. Ziel-ROAS: So kann der Algorithmus ohne Einschränkungen lernen.
  • Verwende realistische Ziele: Orientiere Dich an der aktuellen Performance und nicht an Wunschwerten.
  • Vermeide zu große und häufige Änderungen: Nur kleine (max. 20 Prozent) Änderungen in längeren Abständen (3-4 Wochen).

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4. Probleme mit Deinen Anzeigen

Richtlinienverstöße

Es kann passieren, dass Google keine oder nur eingeschränkt Anzeigen schaltet, da es Probleme mit den Texten, Bildern, Videos oder Landingpages gibt.

Typische Richtlinienverstöße:

  • Markenrecht
  • Landingpage existiert nicht
  • Verwendung unerlaubter Zeichen oder Formatierungen

Wie kannst Du das überprüfen und beheben?

  1. Gehe in die Asset-Gruppen-Übersicht.
  2. Überprüfe den Status jeder Deiner Asset-Gruppen.
  3. Untersuche Asset-Gruppen mit Statuswarnungen.

Google gibt Dir für jeden Richtlinienverstoß Informationen, was Du tun musst, um ihn zu beheben.

Einspruch erheben

Google überprüft Deine Assets automatisch. Es kommt vor, dass Google auf Verstöße hinweist, obwohl es eigentlich kein Problem mit Deinen Assets gibt. In diesem Fall kannst Du über die Statusmeldung Einspruch erheben.

Schwache oder zu wenige Texte, Bilder und Videos

Eine häufig übersehene Ursache: Google braucht ein Minimum an Assets, um überhaupt aussteuern zu können. Pflicht-Mindestanforderungen sind 3 Headlines, 1 Description und 1 Logo.

Empfehlung für stabile Auslieferung pro Asset-Gruppe:

  • 15 Headlines
  • 10 Descriptions
  • 20 Images
  • 5 Logos
  • 5 Videos

Wenn Du darunter liegst, limitiert Google die Ausspielung. Hier die Info von Google dazu.

Tipp: Über die Asset Details kannst Du die Performance der einzelnen Assets sehen und erkennen, wie gut Deine Texte, Bilder und Videos funktionieren. Mehr im Artikel PMax Asset Performance auswerten.

5. Überschneidung mit anderen Kampagnen

Ein Grund für eine eingeschränkte Auslieferung kann auch sein, dass es eine oder mehrere andere Kampagnen mit derselben Ausrichtung gibt. Bei dieser Überschneidung konkurrieren die Kampagnen in denselben Auktionen.

Beispiele

  • PMax konkurriert mit anderer PMax-Kampagne: Sicher ist, dass Du dieses Szenario vermeiden willst. Ausnahme: Catch-All PMax Kampagnen im E-Commerce. Achte darauf, keine Überschneidung bei Produkten und Kampagnenthemen in derselben Region zu haben.

  • PMax konkurriert mit Suchkampagne: Google präferiert Performance Max in den meisten Fällen ggü. Suchkampagnen. Suchkampagnen werden allerdings bei Exact Match Keywords präferiert. Es ist meist förderlich, PMax mit Suchkampagnen zu ergänzen, da sie mehr Kontrolle geben. Mehr im Artikel PMax vs. Suchkampagnen.

  • PMax konkurriert mit Shopping Kampagne: Wenn PMax und Shopping dieselben Produkte enthalten, werden bevorzugt die Ads der PMax ausgespielt. Trotzdem kann die Shopping-Kampagne einige Impressions erhalten. Mehr im Artikel PMax vs. Standard Shopping.

Seltener Edge-Case: Aggressive Negative-Keyword-Listen

Eine zu aggressive Negative-Keyword-Liste (insbesondere account-weit, die Du seit Ende 2025 direkt für PMax verknüpfen kannst) kann relevante Suchanfragen blocken. Wenn Du kürzlich die NK-Liste erweitert hast und Impressions seitdem zurückgehen, ist das einen Check wert. Mehr im Artikel PMax Negative Keywords.

6. Probleme mit Deinen Produkten

Wenn Du eine E-Commerce-Kampagne mit einem Produktfeed nutzt, können Probleme mit Deinen Produkten dazu führen, dass Deine Kampagne eingeschränkt wird und nur wenige Impressions generiert.

In den meisten Fällen konzentriert sich PMax mit einem Produktfeed vor allem auf Shopping Anzeigen. Diese funktionieren nur mit einem intakten Produktfeed.

Überprüfe Deine Produkte

Nutze die Produktberichte in Google Ads oder gehe direkt zur Produktdiagnose im Google Merchant Center.

Häufige Probleme:

  • Ausverkaufte Produkte
  • Abgelehnte Produkte
  • Eingeschränkte Produkte: Bei fehlenden oder unzureichenden Informationen schränkt Google die Ausspielung ein.
  • Unerreichbare Ziel-URL

7. Conversion-Tracking funktioniert nicht richtig

Ein intaktes Conversion-Tracking ist elementar wichtig für den Erfolg Deiner Performance Max Kampagnen.

Kommt es zu Tracking-Problemen, fehlt dem Algorithmus das Erfolgssignal. Wenn er keine Conversions mehr erzielen kann, wird die Kampagne eingeschränkt und gar nicht oder selten ausgespielt.

Conversions überprüfen

Navigiere zur Übersicht Deiner Conversions bzw. Zielvorhaben. Wenn der Status nicht auf aktiv steht, kommen keine Conversions mehr an.

Untersuche die Implementierung. Falls Du die Conversion mit dem Google Tag Manager (GTM) eingerichtet hast, teste sie im Vorschau-Modus.

8. GEO-Einschränkungen

Einer der Gründe für zu wenige Impressions kann auch eine zu kleine Zielgruppe sein. Die Standorteinstellungen sind eine echte Zielgruppenkontrolle.

Der Grund kann sein, dass Du Dich auf ein zu kleines Gebiet konzentrierst, in dem es nicht genug Personen gibt, die für Dein Angebot infrage kommen.

Wenn möglich, erweitere das Zielgebiet. Falls das nicht möglich ist, kann es sein, dass Deine Kampagne bereits am Limit agiert.

9. Banale Kampagnenfehler

Zuallerletzt möchte ich noch auf banale Gründe eingehen, die erstaunlich oft das Problem sind:

  • Kampagne ist nicht aktiviert
  • Asset-Gruppen sind nicht aktiviert
  • Kampagne hat ein Start- oder Enddatum, das die Einblendung verhindert

Übrigens: Um Kampagnenfehler vorzubeugen und den Überblick zu behalten, gibt es technische Lösungen:

Abschließende Worte

Ich hoffe, der Post hat Dir geholfen, den Grund zu finden, warum Deine PMax Kampagnen keine oder nur wenige Impressions haben.

Die Gründe können vielfältig sein, von einer zu kleinen Zielgruppe über technische Probleme bis hin zu Eigenheiten des Google Algorithmus.

Erster Schritt 2026: Schau in den Channel Performance Report. Das grenzt die Ursache stark ein.

Falls Du Deinen Grund nicht findest, kannst Du Dich an den Google Support richten.

Danke fürs Lesen und viel Erfolg mit Deinen Kampagnen.

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