Performance Max

So strukturierst Du Asset Gruppen für PMax Kampagnen richtig

Veröffentlicht 23. November 2023 Aktualisiert 28. Mai 2026 8 Min. Lesezeit
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Immer wenn Google ein neues Feature wie die Performance Max (PMax) Kampagnen veröffentlicht, entstehen schnell neue Winning-Strategies. Ein Beispiel hierfür sind einige „Experten”, die empfehlen, für jede Zielgruppe eine eigene Asset-Gruppe zu erstellen.

In diesem Post zeige ich Dir, warum dieser Tipp falsch ist und wie Du Deine PMax Kampagnen sinnvoll in Asset-Gruppen einteilst, damit Du Dein Budget richtig einsetzt.

Das wichtigste auf einen Blick

  • Aufteilung nach Themen, nicht nach Zielgruppen: Asset-Gruppen sollten thematisch unterscheidbar sein (Produkt-Unterkategorien, Vorteile, Funktionen). Zielgruppen-Aufteilung ist falsch, weil Zielgruppensignale nur Hinweise sind, kein echtes Targeting.
  • Mindest-Ausstattung pro Asset-Gruppe: 15 Headlines, 10 Descriptions, 20 Images, 5 Logos, 5 Videos. Darunter ist die Asset-Bewertung schwach und Google liefert weniger breit aus.
  • Bis zu 50 Search Themes pro Asset-Gruppe (Limit 2025 von 25 auf 50 erhöht).

Wie diese Einteilung konkret aussehen kann, erfährst Du in dem Post. Let’s go.

Übrigens: Klicke hier für einen ausführlichen Guide zu Performance Max Kampagnen.

Was sind Asset Gruppen in Performance Max Kampagnen?

Performance Max Kampagnen haben einen anderen Aufbau als normale Google Such- oder Shopping-Kampagnen. Die gewohnte Struktur von Kampagne > Anzeigengruppe > Anzeige trifft hier nicht zu.

Denn PMax Kampagnen haben keine Anzeigengruppen und Anzeigen, sondern Asset Gruppen, welche das Targeting und die Anzeigengestaltung auf einer Ebene ermöglichen.

Für jede Asset-Gruppe kannst Du Werbemittel (Assets), Produkte aus Deinem Feed und Zielgruppensignale hinterlegen.

Wie funktionieren Assets?

PMax-Kampagnen funktionieren so, dass Du Google möglichst viele Werbemittel zur Verfügung stellst. Diese Werbemittel werden Assets genannt. Der Algorithmus nimmt die Werbemittel und kombiniert sie für die bestmögliche Performance.

Hierfür kannst Du Texte, Bilder und Videos hinterlegen. Google generiert daraus eine Vielzahl unterschiedlicher Anzeigenkombinationen und nutzt diese in den Anzeigennetzwerken (Search, Display, YouTube, Discovery, Gmail und Shopping bei E-Commerce).

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Welche verschiedenen Assets gibt es?

Text-Assets

  • Headlines (max. 30 Zeichen): Bis zu 15 verschiedene, mindestens 3.
  • Long Headlines (max. 90 Zeichen): Bis zu 5.
  • Short Description (max. 60 Zeichen): Mindestens 1 Pflicht.
  • Descriptions (max. 90 Zeichen): Bis zu 4 lange Beschreibungen zusätzlich.
  • Business Name: Bei verifiziertem Konto.
  • URL: Genau 1 Ziel-URL pro Asset-Gruppe.
Info: Standardmäßig nutzt Google auf Basis Deiner hinterlegten Assets automatisch weitere Text-Assets und Ziel-URLs. Falls Du das nicht willst, findest Du die Option in den Kampagneneinstellungen.

Bild-Assets

  • Images: Bis zu 20 verschiedene Bilder in den Formaten 1,91:1, 1:1, 4:5.
  • Logos: Verschiedene Unternehmenslogos in 1:1 oder 4:1.

Video-Assets

Pro Asset-Gruppe bis zu 5 Videos in 3 Formaten:

  • Vertical: 9:16
  • Square: 1:1
  • Horizontal: 16:9

Wenn Du keine eigenen Videos hinterlegst, generiert Google sehr wahrscheinlich automatisch Videos aus Deinen Texten und Bildern für YouTube.

Asset-Mindestanforderungen pro Asset-Gruppe

Für eine aussagekräftige Bewertung und stabile Performance braucht Google pro Asset-Gruppe ausreichend Material:

  • 15 Headlines
  • 10 Descriptions
  • 20 Images (Landscape und Square)
  • 5 Logos
  • 5 Videos

Wenn Du darunter liegst, bleiben viele Asset-Bewertungen „Pending” oder „Not enough data”. Bei Struktur-Entscheidungen ist das eine wichtige Untergrenze: lieber wenige, gut ausgestattete Asset-Gruppen als viele halbleere. Wie Du Assets bewertest, findest Du im Artikel PMax Asset Performance auswerten.

Wie funktionieren Zielgruppensignale?

Für jede Asset-Gruppe kannst Du Zielgruppensignale definieren. Diese dienen dem Google Algorithmus als Hinweise darauf, wer die richtige Zielgruppe für das Angebot Deiner Asset-Gruppe ist.

Wichtig: Zielgruppensignale entsprechen keinem echten Targeting. Alles, was Du hier machen kannst, ist dem Algorithmus einen Wissensvorsprung zu geben, damit dieser die besten Zielgruppen findet.

Auf dieser Suche wird er über die Grenzen der definierten Signale hinaus nach Nutzern mit hoher Conversion-Wahrscheinlichkeit suchen.

Folgende Signale kannst Du hinterlegen:

  • Search Themes (bis zu 50 pro Asset-Gruppe, Limit 2025 von 25 erhöht)
  • Customer Match Listen (besonders stark)
  • Benutzerdefinierte Zielgruppen
  • Retargeting-Zielgruppen
  • Demografische Eigenschaften
Wichtig zu wissen: Search Themes gelten pro Asset-Gruppe, nicht pro Kampagne. Das Limit ist seit 2025 von 25 auf 50 pro Asset-Gruppe gestiegen. Damit ist Themes-basierte Segmentierung skalierbarer geworden. Du kannst pro Sortiments-Bereich oder Audience-Variante eigene Theme-Sets bauen.

Mehr im Artikel PMax Zielgruppensignale.

Wie funktionieren Listing Groups (Eintragsgruppen)?

Listing Groups sind nur im E-Commerce-Bereich relevant. Mit ihnen kannst Du den Asset-Gruppen einzelne Produkte oder Produktkategorien zuweisen.

So kannst Du sicherstellen, dass Deine Texte, Bilder und Videos zu den beworbenen Produkten passen. Das führt zu besseren Anzeigen und einer optimierten Klickrate (CTR).

Um Listing Groups zu nutzen, benötigst Du einen funktionierenden Merchant Center Produkt-Feed.

Tipp: Bei der Erstellung von Asset-Gruppen kannst Du nur die obersten Kategorien Deines Kategoriebaums oder einzelne Eigenschaften wie die Produkt-ID auswählen. In vielen Fällen ist das noch nicht ausreichend.

Wenn Du die Produkte weiter eingrenzen möchtest, kannst Du das jederzeit über den Menüpunkt Listing Groups bzw. Eintragsgruppen machen.

Übrigens: In einem anderen Post habe ich alle wichtigen Punkte gesammelt, um Performance Max Kampagnen zu optimieren.

Wie strukturiert man Asset Gruppen richtig?

Nach welchen Kriterien soll man eine PMax Kampagne in Asset-Gruppen einteilen? Hierfür hat sich ein Vorgehen bewährt:

Performance Max Kampagnen sollten in sich thematisch unterscheidende Asset-Gruppen eingeteilt werden. Das können z.B. Unterkategorien oder verschiedene Vorteile/Funktionen des beworbenen Produkts sein.

Die Unterscheidung der einzelnen Asset-Gruppen passiert anhand unterschiedlicher Anzeigentexte, Bilder und Videos und nicht unterschiedlicher Zielgruppensignale.

Das heißt nicht, dass Du mit verschiedenen Asset-Gruppen nicht auch andere Zielgruppen ansprechen kannst. Nur sollte diese Ansprache vor allem auf unterschiedlichen Anzeigen basieren.

Wichtig: Nachdem der Algorithmus über die Grenzen der Zielgruppensignale hinausgeht, ist es nicht sinnvoll, Asset-Gruppen nur nach diesen aufzuteilen.

Im E-Commerce kannst Du zusätzlich über die Listing Groups pro Asset-Gruppe nur Produkte der entsprechenden Unterkategorien auswählen.

Beispiel

E-Commerce Shop für Kleidung

Nehmen wir an, Du hast einen Fashion Online-Shop und eine Performance Max Kampagne für Deine Damenjacken. Es bietet sich an, für jede Unterkategorie eine eigene Asset-Gruppe zu erstellen. So kannst Du relevantere Anzeigen für konkrete Suchanfragen wie „Jeansjacken” ausspielen.

Denn meistens wissen Nutzer schon recht genau, was sie wollen. Das Ziel sollte sein, immer die bestmögliche Relevanz zu erreichen. Sucht ein Nutzer nach „Jeansjacken”, erwartet er direkt zu Jeansjacken zu gelangen und nicht erst auf die allgemeine Jacken-Kategorie.

PMax Kampagnen spielen nicht nur im Such- und Shopping-Netzwerk aus, sondern nutzen auch Google Display, YouTube, Gmail und Discovery. Mit guten Bildern und Videos kannst Du auch hier relevante Ads für Deine Unterkategorien schalten.

Die Idee dahinter: Je relevanter die Anzeigen, desto besser die CTR und der CPC. Das führt meist zu günstigeren Conversions.

Asset-Gruppen-Struktur (Beispiel):

PMAX Damenjacken

  • Jacken Allgemein
  • Mäntel
  • Winterjacken
  • Leichte Jacken
  • Jeansjacken
  • Cordjacken

Diese Liste könnte noch weitergehen, aber ich denke, Du verstehst den Punkt. Lege eine Asset-Gruppe für jede sinnvolle Unterkategorie an.

Online Marketing Agentur

Ein weiteres Beispiel. Du möchtest Deine Google Ads Dienstleistung Deiner Agentur bewerben. In diesem Fall gibt es keine unterschiedlichen Produkte, aber unterschiedliche Aspekte, die Du in den Asset-Gruppen herausarbeiten kannst.

Asset-Gruppen-Struktur (Beispiel):

PMAX Google Ads Service

  • Google Ads Allgemein
  • Suchkampagnen
  • Display Kampagnen
  • YouTube Kampagnen
  • Google Ads für Leadgenerierung
  • Google Ads für Online Shops

Wie viele Asset-Gruppen pro Kampagne?

Es gibt keine ideale Anzahl an Asset-Gruppen. Wie viele Du erstellst, hängt davon ab, wie viele sinnvolle Unterkategorien es mit passenden Texten, Bildern, Videos und Ziel-URLs gibt.

Meiner Erfahrung nach solltest Du nicht zu kleinteilig werden. Sonst erhalten die einzelnen Asset-Gruppen zu wenige Impressions.

In den meisten Fällen sind es zwischen 3-15 Asset-Gruppen.

Manchmal kann auch eine Asset-Gruppe ausreichen.

Wenn Du auf viel mehr als 15 Asset-Gruppen kommen würdest, solltest Du überlegen, ob Du das Thema nicht lieber auf 2 unterschiedliche Kampagnen aufteilst.

Mehr: Falls Du auch Suchkampagnen nutzt, könnte Dich dieser Post interessieren: Keywords in Google Ads gruppieren

Asset-Gruppen-Limits in Google Ads

Jede Performance Max Kampagne muss mindestens eine Asset-Gruppe enthalten. Pro Kampagne kannst Du maximal 100 verschiedene aktive Asset-Gruppen verwalten. Wie besprochen ist es aber nicht zu empfehlen, diese Größenordnung anzustreben.

Funktionsweise von Asset Gruppen, diese 3 Dinge solltest Du beachten

1. Optimierung: Asset Details überprüfen

Performance Max gibt einem wenige Stellschrauben zur Optimierung. Die Assets Deiner Asset-Gruppen sind eine davon. Die Qualität Deiner Assets bestimmt auch die Qualität Deiner Anzeigen und hat somit großen Einfluss auf die gesamte Performance.

Es reicht nicht, einmal die Assets zu definieren und sie danach nie wieder anzusehen. Schau Dir regelmäßig an, welche Deiner Texte, Bilder und Videos gut und schlecht performen.

Mehr dazu im Artikel PMax Asset Performance auswerten.

Vorteil seit 2026: Search Terms sind inzwischen pro Asset-Gruppe einsehbar. Wenn die Search Terms in einer Asset-Gruppe nicht zum Asset-Set passen, ist das ein Hinweis auf einen Mismatch. Mehr im Artikel PMax Kampagne analysieren.

2. Remarketing funktioniert über alle Assets hinweg

PMax Kampagnen fungieren auch als vielfältige und dynamische Remarketing-Kampagne. Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass Google das Remarketing übergreifend über alle Asset-Gruppen (und sogar Kampagnen) durchführt.

Das kann dazu führen, dass Du teilweise Suchbegriffe in den Insights-Reports siehst, die nicht wirklich passen. Dieses Verhalten kannst Du nicht vermeiden, egal wie gut Du die Asset-Gruppen voneinander getrennt hast.

3. Google bevorzugt breitere Asset Gruppen

Erfahrungsgemäß bevorzugt der Google Algorithmus breite Asset-Gruppen. Asset-Gruppen mit einem breiteren Thema und mehr Produkten (für E-Commerce Kampagnen).

Es lohnt sich trotzdem, Deine Asset-Gruppen entsprechend der Anleitung in diesem Post einzuteilen, da Du so die Anzeigenrelevanz verbesserst. Die breiter definierten Asset-Gruppen werden allerdings das meiste Budget erhalten.

Fazit: Mit der richtigen Struktur zum Erfolg

Die Asset-Erstellung und -Struktur ist eine der wenigen Möglichkeiten, die Du hast, um den Erfolg Deiner PMax Kampagnen zu beeinflussen. Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem Post weiterhelfen.

Du solltest Dir bewusst sein, dass die richtige Asset-Struktur keine Garantie für Erfolg mit PMax ist. Es ist nur ein Puzzlestück von vielen, das stimmen muss, damit die AI-Maschine von Google automatisiert Erfolge bringt.

Natürlich wünsche ich Dir die maximale Performance.

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