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Wie viele Keywords pro Anzeigengruppe in Google Ads? (2026)

Veröffentlicht 13. September 2023 Aktualisiert 28. Mai 2026 5 Min. Lesezeit
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Die richtige Struktur ist der Schlüssel zum Erfolg in Google Ads. Das gilt sowohl für den gesamten Account als auch für einzelne Anzeigengruppen. Die Herausforderung: Die Google-Ads-Landschaft ändert sich schnell.

In diesem Post erkläre ich Dir, wie viele Keywords Du pro Anzeigengruppe aufnehmen solltest.

Auf einen Blick: Die 2026er-Empfehlung ist 3-10 thematisch eng verwandte Keywords pro Anzeigengruppe. Mehr Ad Groups für Themen-Varianten statt eine Ad Group mit 20+ Keywords vollzustopfen. SKAG (Single Keyword Ad Groups) machen 2026 wenig Sinn, weil Match Types so unscharf geworden sind.

Warum ist die Anzahl an Keywords pro Ad Group wichtig?

Klären wir zunächst, warum die Anzahl wichtig ist. Anzeigengruppen dienen dazu, Deine Kampagnen zu unterteilen. Das hat den Vorteil, dass Du den Nutzern die bestmöglichen Anzeigen präsentieren kannst. Diese Anzeigen sollten höchstrelevant zur Suchanfrage sein.

Google belohnt eine hohe Anzeigenrelevanz. Wenn Deine Anzeige und Zielseite zur Suchanfrage passen, erhöht sich der Ad Rank. Langfristig verringert sich Dein CPC.

Welche Rolle spielt die Keyword-Anzahl?

Die Anzahl der Keywords ist wichtig für die Anzeigenrelevanz. Können die Ads einer Anzeigengruppe für mehr als 100 verschiedene Keywords wirklich relevant sein? Klare Antwort: Nein.

Aus diesem Grund solltest Du vermeiden, zu viele Keywords in eine Anzeigengruppe aufzunehmen. Lieber teilst Du die Keywords auf weitere Anzeigengruppen auf.

Wie so oft: Qualität vor Quantität.

Welche Nachteile haben „zu viele” Keywords

  • Budgeteinschränkungen: Das Budget ist limitiert. Viele Keywords erhalten gar keine Klicks oder Impressionen.
  • Schlechte Übersicht: Das Budget wird auf zu viele Keywords aufgeteilt und Du kannst nicht sagen, welche funktionieren.
  • Großer Verwaltungsaufwand: Sammeln, einpflegen, auswerten.

Wie Keywords 2026 funktionieren

Google’s Algorithmen sind extrem gut darin, den semantischen Sinn einer Suchanfrage zu verstehen. Es ist nicht mehr nötig, verschiedene Keyword-Abwandlungen in Anzeigengruppen zu hinterlegen.

Selbst Keywords in Exact Match lösen mittlerweile für semantisch relevante Suchanfragen Anzeigen aus, auch wenn sie nicht dasselbe Wort enthalten. Phrase Match und Broad Match sind noch breiter gefasst.

Für erfolgreiche Kampagnen ist das Verständnis der Match Types wichtig: Match Types in Google Ads.

Auswirkungen

Da Google die Nutzerabsicht versteht, ist die Schreibweise von Keywords nicht mehr von Bedeutung. Was zählt, ist der Sinn dahinter. Du musst Dir keine Gedanken mehr um Synonyme, Singular/Plural oder Tippfehler machen.

Allein das ist ein Grund, die Anzahl der Keywords zu reduzieren.

Die 2026er-Empfehlung

Der Trend in fortgeschrittenen Google-Ads-Accounts 2025/2026 ist klar: kleinere Keyword-Listen, mehr Broad Match, stärkeres Verlassen auf Smart Bidding.

Konkrete Faustregel: 3-10 thematisch eng verwandte Keywords pro Ad Group, dann lieber mehr Ad Groups für Themen-Varianten als eine Ad Group mit 20+ Keywords vollzustopfen.

Hintergrund: Die Match Types sind 2026 deutlich unschärfer als noch vor 5 Jahren. Google’s AI nutzt Account-Kontext und Landing Page Content, um Suchanfragen zu matchen. Damit ergibt sich weniger Mehrwert aus „möglichst viele Keyword-Variationen abdecken”, sondern aus „klare thematische Ad-Group-Struktur, die Google als Signal versteht”.

Übrigens: Mit dem Auto-Upgrade zu AI Max ab September 2026 (für Campaign-Level Broad Match) verlieren Keyword-Listen nochmal an Bedeutung. AI Max nutzt zusätzlich Landing Page Content und URL-Signale, um Suchanfragen zu matchen.

Wie strukturiert man Anzeigengruppen?

Für jede abgegrenzte Nutzerabsicht solltest Du eine Anzeigengruppe erstellen. Man spricht hier auch oft von Keyword Themes.

Was ist ein Keyword Theme?

Ein Keyword Theme ist eine Gruppe von verwandten Suchanfragen, die eine gemeinsame Suchabsicht haben.

Beispiel „Rasenmäh Service”: Du möchtest Deinen Rasenmäh-Service bewerben. Deine Anzeigengruppen könnten so aussehen:
  • Rasenmäh Service: Allgemeine Keywords. Beispiel: „rasenmäh service”, „rasenmäh dienstleister”.
  • Rasenmäh Service Kosten: Finanzielle Anfragen. Beispiel: „rasenmäh service kosten”, „wie viel kostet rasenmähen?”.
  • Rasenmäh Service Ort: Lokale Anfragen. Beispiel: „rasenmäh service in meiner nähe”, „rasenmäh service münchen”.

Wichtig: In jeder Anzeigengruppe in den Headlines auf das jeweilige Thema eingehen. In der Ad Group „Rasenmäh Service Kosten” sollte z.B. der Preis ein Thema in den Anzeigen sein.

Info: Gerade bei Broad oder Phrase Match reicht 1-2 Keywords pro Anzeigengruppe, damit Deine Ad bei allen relevanten Suchanfragen angezeigt wird. Es kann trotzdem Vorteile haben, ein paar mehr Keywords zu hinterlegen (siehe unten zum Keyword-Platzhalter).

In einem anderen Post findest Du noch mehr Tipps, wie Du Deine Keywords richtig gruppierst.

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Single Keyword Ad Groups (SKAG) sind 2026 vorbei

Das früher beliebte SKAG-Modell (eine Ad Group pro Keyword) machte Sinn, als Exact Match wortwörtlich war. Heute matched Exact Match auch Synonyme und Variationen, und Broad Match wird zum Default. Damit verliert SKAG seinen technischen Sinn.

Wer noch mit SKAGs arbeitet, baut massive Komplexität ohne klaren Mehrwert. Konsolidieren auf thematische Ad Groups ist die saubere Migration.

Warum ich trotzdem mehr als ein Keyword verwende

Ich habe Dir lange erklärt, dass Google immer klüger wird und die Absicht eines Keywords versteht. Warum füge ich meinen Anzeigengruppen dennoch verschiedene Varianten hinzu?

Der Grund: dynamische Keyword-Platzhalter in meinen Anzeigen.

Falls Du nicht weißt, was das ist:

„Mit Keyword-Platzhaltern werden Ihre Anzeigen automatisch mit den Keywords in Ihrer Anzeigengruppe aktualisiert, durch die sie ausgelöst wurden.”

Wenn Du nur ein Keyword hinterlegt hast, wird nur dieses eine Keyword in den Anzeigentext eingesetzt. In vielen Fällen lohnt es sich, ein paar Varianten abzudecken, damit Du die Sprache der Interessenten besser triffst.

Beispiel:

Bei Solaranlagen gibt es zwei Begriffe: „solaranlage” und „photovoltaikanlage”. Für Google sind diese dasselbe. Ein Nutzer sucht aber wahrscheinlich nach einem Ergebnis, das das gleiche Wort verwendet.

Sucht er nach „photovoltaikanlage”, sollte Deine Anzeige eine Überschrift wie „Hochmoderne Photovoltaikanlagen” zeigen, nicht „Solaranlagen”.

Google wird „klüger”, Kampagnen werden schlanker

Durch besseres Verständnis der Suchintention nimmt Google einem viel Arbeit ab. Du musst Dir nicht mehr den Kopf über verschiedene Schreibweisen und Synonyme machen. Das macht Google für Dich.

Falls Du den dynamischen Keyword-Platzhalter nutzt, lohnt es sich, ein paar verschiedene Schreibweisen zu hinterlegen.

Der Trend geht klar hin zu schlankeren Google Ads Kampagnen. Mit AI Max ab September 2026 verstärkt sich dieser Trend weiter.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem Post weiterhelfen. Viel Erfolg.

Work smart with Clicks in Mind

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